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Alles was Sie über Spurenelemente wissen sollten!

Spurenelemente sind Salze, die - im Gegensatz zu den Mengenelementen wie etwa Magnesium - nur in äußerst geringen Dosen in der Nahrung und im Organismus vorkommen. Keineswegs alle Spurenelemente sind lebensnotwendig. Einige sind für den Organismus entbehrlich oder sogar giftig (etwa die Schwermetalle). Andere Spurenelemente sind jedoch essentiell.

Im einzelnen sind dies die Elemente Eisen, Selen, Zink, Kupfer, Mangan, Molybdän, Jod, Kobalt, Chrom und Fluor, von denen die wichtigsten hier behandelt werden.

Eisen

Funktion: Baustein des Blutfarbstoffs Hämoglobin

Spezifische Wirkung auf das Immunsystem: Verbessert die Funktion der neutrophilen Granulozyten (bestimmte Immunzellen)

Vorkommen in Lebensmitteln: Fisch, Innereien,Getreide

Tagesbedarf: 10 bis 15 Milligramm

Mögliche Ursache von Mangelzuständen: Pubertät bei Frauen (einsetzende menstruelle Blutverluste), Schwangerschaft (Eisenentzug durch den Foetus)

Mögliche Symptome eines Mangels: generell erhöhte Infektanfälligkeit, Blutarmut (Anämie), Appetitlosigkeit, brüchige Nägel, Verwirrtheitszustände, Verstopfung, Depressionen, Schwindel, Verdauungsbeschwerden, Müdigkeit, brüchige Knochen, Wachstumsverzögerung (bei Kindern), Kopfschmerzen, Zungenentzündung, Reizbarkeit

Empfohlen zur Behebung eines Mangels: Handelsübliche Eisenpräparate

Selen

Funktion: Bestandteil von Enzymen, insbesondere des Enzyms Glutathionperoxidase, das für die Entgiftung gefährlicher radikalischer Verbindungen im Organismus zuständig ist.

Spezifische Wirkung auf das Immunsystem: Erhöht die Aktivität der Phagozyten und Killerzellen

Vorkommen in Lebensmitteln: Spargel, Lauch, Brokkoli , Zwiebeln, Knoblauch

Tagesbedarf: 30 bis 70 Mikrogramm

Mögliche Ursache von Mangelzuständen: Deutschlands Böden - und demzufolge auch die auf diesen Böden gewachsenen Feldfrüchte - sind selenarm. Selenmangel kann daher bereits bei einer in Mitteleuropa üblichen Ernährungsweise auftreten. Chronische Entzündungsprozesse im Körper erhöhen den Bedarf weiter.

Mögliche Symptome eines Mangels: generell erhöhte Infektanfälligkeit, Schwäche der Bauchspeicheldrüse (plötzlicher Heißhunger), Sterilität (bei Männern), Wachstumsverzögerung (bei Kindern)

Empfohlen zur Behebung eines Mangels: Handelübliches Produkt

Kupfer

Funktion: Bestandteil vieler Enzyme

Spezifische Wirkung auf das Immunsystem: Aktivierung der Freßzellen, Bildung von Antikörpern, Aktivierung der Hormone der Thymusdrüse

Vorkommen in Lebensmitteln: Innereien, Schalentiere, Fische, Nüsse, Vollgetreide

Tagesbedarf: 1,0 bis 1,5 Milligramm

Mögliche Symptome eines Mangels: generell erhöhte Infektanfälligkeit, Haarausfall, Blutarmut, Depressionen, Hauterkrankungen, Durchfall, Müdigkeit und Schwäche, Brüchigkeit der Knochen

Mögliche Ursache von Mangelzuständen: Fehlernährung

Empfohlen zu Behebung eines Mangels: Handelsübliches Produkt, das Kupfer als Orotat enthält

Zink

Funktion: Bestandteil vieler Enzyme

Spezifische Wirkung auf das Immunsystem: Zink ist das Spurenelement des Immunsystems. Unter anderem ist es notwendig für die Bildung der Antikörper und für die Ausbildung des „immunologischen Gedächtnisses“, das der Wiedererkennung von Eindringlingen (Viren, Bakterien) dient; daneben ist Zink wichtig für die Stimulierung der T-Lymphozyten.

Vorkommen in Lebensmitteln: Austern, Fleisch, Vollgetreide, Gemüse

Tagesbedarf: 7 bis 10 Milligramm

Mögliche Ursache von Mangelzuständen: Mangelernährung, Diabetes mellitus

Mögliche Symptome eines Mangels: generell erhöhte Infektanfälligkeit, Akne, Haarausfall, Vergeßlichkeit, Appetitlosigkeit, brüchige Nägel mit weißen Flecken, Depressionen, Ekzeme, Müdigkeit, Gedächtnislücken, Reizbarkeit, verzögerte Wundheilung, Wachstumsverzögerung (bei Kindern), Impotenz, Sterilität

Empfohlen zur Behebung eines Mangels: Handelsübliches Produkt, das Zink als Orotat enthält