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Der Mineralstofflehre nach Dr. Schüßler liegen Untersuchungen zugrunde, die dieser im 19. Jahrhundert auf der Suche nach alternativen Heilmethoden durchführte. Sich wandelnde Umweltbedingungen, technischer Fortschritt und ein anderes Nahrungsangebot haben seitdem dazu beigetragen, dass die menschlichen Lebensumstände sich immer wieder verändern.

Eingesetzte Mittel

Zu den ursprünglichen zwölf 'Schüßler-Salzen' sind im Zuge der Weiterentwicklung der Heilweise zwölf weitere Mineralstoffverbindungen hinzugekommen. Die Autoren des Fachbuchs arbeiten seit vielen Jahren mit deren Wirkungen. Ihre Erläuterungen zu Krankheitsbildern und deren Behandlungen können nicht nur erfahrene Therapeuten, sondern auch Laien nachvollziehen.

Die 12 „Funktionsmittel

  1. Calcium fluoratum D12 (Calciumfluorid)
  2. Calcium phosphoricum D6 (Calciumphosphat)
  3. Ferrum phosphoricum D12 (Eisenphosphat)
  4. Kalium chloratum D6 (Kaliumchlorid)
  5. Kalium phosphoricum D6 (Kaliumphosphat)
  6. Kalium sulfuricum D6 (Kaliumsulfat)
  7. Magnesium phosphoricum D6 (Magnesiumhydrogenphosphat)
  8. Natrium chloratum D6 (Natriumchlorid – Kochsalz)
  9. Natrium phosphoricum D6 (Natriumphosphat)
  10. Natrium sulfuricum D6 (Natriumsulfat)
  11. Silicea D12 (Kieselsäure)
  12. (Calcium sulfuricum D6 (Calciumsulfat))

Diese zwölf ursprünglichen Schüßler-Salze hat Schüßler im Jahr 1895 auf elf reduziert; er schrieb: „Da der schwefelsaure Kalk nicht in die konstante Zusammensetzung des Organismus eingeht, so muss er von der biochemischen Bildfläche verschwinden. Statt seiner kommt Natrium phosphoricum resp. Silicea in Betracht.“

Der Arzt und Homöopath Wilhelm Heinrich Schüßler fand heraus, dass für den Bau und die Funktionen des menschlichen Körpers zwölf Mineralstoffverbindungen wichtig sind. Seine Lehre beruht im Wesentlichen darauf, dass viele Krankheiten durch einen Mangel bestimmter Mineralstoffe entstehen. Erkrankungen können geheilt werden, indem eine oder mehrere Mineralstoffverbindungen dem Körper zugeführt werden. Schüßler betonte in seinen Veröffentlichungen, wie wichtig neben dieser Behandlung weitere Faktoren wie Licht, gute Luft und richtige Ernährung seien. Auch die innere Einstellung der Patienten gehören dazu, da beispielsweise eine Umstellung der Essgewohnheiten nur dann erfolgreich sein könne, wenn die neuen Gerichte auch schmackhaft seien.

Später wurden von verschiedenen Anhängern der „Biochemie nach Schüßler“ fünfzehn weitere Stoffe eingeführt, welche heute unter der Bezeichnung „Ergänzungsmittel“ zusammengefasst werden.

Die 15 „Ergänzungsmittel“

  1. Kalium arsenicosum D6 (Kaliumarsenit)
  2. Kalium bromatum D6 (Kaliumbromid)
  3. Kalium jodatum D6 (Kaliumiodid)
  4. Lithium chloratum D6 (Lithiumchlorid)
  5. Manganum sulfuricum D6 (Mangansulfat)
  6. Calcium sulfuratum D6 (Calciumsulfid)
  7. Cuprum arsenicosum D6 (Kupferarsenit)
  8. Kalium-Aluminium sulfuricum D6 (Alaun)
  9. Zincum chloratum D6 (Zinkchlorid)
  10. Calcium carbonicum D6 (Calciumcarbonat)
  11. Natrium bicarbonicum D6 (Natriumhydrogencarbonat)
  12. Arsenum jodatum D6 (Arsentriiodid)
  13. Aurum Chloratum Natronatum D6 (Gold/Natriumchlorid)
  14. Selenium D6 (Selen)
  15. Kalium bichromicum D12 (Kaliumdichromat)

Ergänzende „biochemische Mittel“ nach Joachim Broy

Der Heilpraktiker Joachim Broy hat zu den bisherigen Schüßler-Salzen weitere sieben Mineralsalze ergänzt. Sie sind allerdings nicht unter der Marke Dr. Schüßler Salze zu beziehen.

  1. Natrium fluoratum D6 (Natriumfluorid)
  2. Magnesium fluoratum D6 (Magnesiumfluorid)
  3. Calcium chloratum D6 (Calciumchlorid)
  4. Ferrum chloratum D6 (Eisen(II)-chlorid)
  5. Ferrum sulfuricum D3 (Eisenoxydulsulfat)
  6. Magnesium chloratum D6 (Magnesiumchlorid)
  7. Magnesium sulfuricum D6 (Magnesiumsulfat)

Bestimmte Charaktereigenschaften eines Patienten oder belastenden Situationen, denen er ausgesetzt ist, verändern und beeinflussen dessen Mineralstoffbedarf. Liegt einer Erkrankung kein Mangel an Mineralstoffen zugrunde, können diese trotzdem die Heilung herbeiführen oder beschleunigen. Wenn beispielsweise ein elektrisches Gerät im Kopfbereich des Schlafplatzes zu Verspannungen im Nackenbereich führt, sollte der Betroffene zusätzlich zur Mineralstoffgabe die Umgebung des Bettes entstören. Auch die Behandlung von Kopfschmerzen, die Amalgam-Zahnfüllungen verursacht haben, sind nur dann sinnvoll, wenn die Zähne saniert werden. Die durch die Füllungen verursachten Mängel im Mineralstoffhaushalt lassen sich anschließend wirksam beheben.