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Pflanzliche Präparate bei Rheumaschmerzen

Pflanzliche Präparate sind bei Rheumaschmerzen eine gute Alternative

Die aufsehenerregende weltweite Rücknahme eines häufig verordneten COX-2-Hemmers ("Vioxx") hat jüngst viele chronisch schmerzkranke Patienten vor unerwartete Probleme gestellt. Sie mussten von einem Tag zum anderen auf ein anderes Schmerzmittel ausweichen, um ihre Beschwerden zu lindern. Experten raten daher: Bevor Sie auf eines der nebenwirkungsreichen Arzneimittel aus der Gruppe der so genannten nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) umsteigen, versuchen Sie es mit einem pflanzlichen Präparat.

Bei den meisten chemischen Antirheumatika wird die Schmerzlinderung teuer erkauft: Die am häufigsten genommenen NSARs beispielsweise zeichnen sich durch massive Nebenwirkungen im Magen-Darm-Bereich aus, die zu Geschwüren, Blutungen und in extremen Fällen sogar zum Tode führen können. Die bis dahin als gut verträglich eingestuften COX-2-Hemmer stehen nach dem Vioxx-Rückruf sogar noch schlechter da. Aus diesem aktuellen Anlass macht jetzt Öko-Test darauf aufmerksam, dass gerade bei Gelenkverschleiß pflanzliche Rheumamittel die herkömmlichen Schmerzmittel teilweise ersetzen können.

Dieser Empfehlung schließt sich das Komitee Forschung Naturmedizin e.V. (KFN) an und weist darauf hin, dass neben Weidenrinde und Brennnessel sich vor allem Präparate aus der südafrikanischen Teufelskralle (Harpagophytum procumbens) in wissenschaftlichen Untersuchungen als wirksam erwiesen haben. Mit Hilfe von hoch dosierten Trockenextrakten aus der Wurzel der Pflanze konnte in Studien bei der Behandlung von Rücken- und Gelenkschmerzen eine deutliche Schmerzlinderung erreicht und die Dosis der chemischen Antirheumatika gesenkt werden. Ihre ausgeprägten entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften sind nicht nur in der Monographie der Kommission E dokumentiert, sondern auch pharmakologisch und klinisch belegt.

Außerdem haben sich diese Medikamente in allen Studien als sehr gut verträglich gezeigt. Pflanzliche Antirheumatika können daher auch langfristig eingenommen werden, ohne dass man schwerwiegende Komplikationen befürchten muss. Ein wichtiger Aspekt, denn bei chronischen Rücken- und Gelenkbeschwerden ist eine langfristige Therapie naturgemäß erforderlich. Im Vergleich zu den chemischen Schmerzmitteln haben die pflanzlichen Antirheumatika nur einen Nachteil: Sie entwickelt ihre volle Wirkung erst nach zwei bis drei Wochen. Zur Behandlung akuter Beschwerden sind sie deshalb nicht geeignet.

Quelle: KFN



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