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Ein Drittel aller Krebserkrankungen sind ernährungsbedingt

Gesunde Ernährung - Grundlage im Kampf gegen Krebs

Nach Angabe der Deutschen Krebshilfe könnten mit einer gesünderen Ernährung etwa 30 bis 40 Prozent aller Krebserkrankungen vermieden werden. Weltweit entspräche das drei bis vier Millionen Erkrankungsfälle weniger pro Jahr. Die Ernährung spielt eine so entscheidende Rolle, da der Verdauungstrakt das wichtigste Immunorgan des menschlichen Körpers ist. Er entscheidet, welche Nahrungsbestandteile in den Körper aufgenommen werden und verhindert, dass Giftstoffe in den Körper gelangen. Eine gesunde Ernährung ist keine Versicherung, Krebs zu verhindern oder zu heilen, jedoch senkt sie das Krebsrisiko beträchtlich und sollte auch Bestandteil jeder Krebs-Therapie sein.

Es gibt keine einheitliche "Ernährung für Krebskranke"

"Bei der Ernährung ist es wie bei der Krebstherapie: Genauso wie sich die Krebstherapie an dem individuellen Krankheitsstadium und der Krebsausbreitung orientiert, so muss sich auch die Ernährung des Krebskranken an den individuellen Erfordernissen orientieren", meinen die Ernährungsberaterin Christine Kretschmer und Alexander Herzog, Chefarzt der Ortenburger Fachklinik Benediktusquelle, in ihrem Sachbuch "Gesunde Ernährung bei Krebs" (Haug Sachbuch, Stuttgart. 2002).

Die Experten stellen darin neben allgemeinen Richtlinien für eine gesunde Ernährung auch Lösungen für individuelle Probleme vor. Für Patienten sind generelle Empfehlungen, wie beispielsweise mehr "Vollwertkost" zu sich zu nehmen, wenig hilfreich. Daher gehen die Autoren in ihrem Buch auf einzelne Therapie- und Krankheitsfälle ein und erklären, welche Lebensmittel das Immunsystem aktivieren.

Mit Motivation den Heilungsprozess fördern

Viele Krebskranke wünschen sich, aktiv an ihrer Genesung mitzuarbeiten und nicht nur einer Therapie ausgeliefert zu sein. Um dies zu realisieren, muss der Betroffene zunächst wissen, was für seinen Körper gut ist. Erst dann kann er die richtige Auswahl der Nahrungsmittel treffen. Christine Kretschmar und Alexander Herzog warnen vor einseitiger Kost. Sie halten beispielsweise Diäten für sehr gefährlich, die wochenlang höchstens die Aufnahme von Gemüsesaft und Tees gestatten, um damit den Krebs "auszuhungern". Ihrer Meinung nach bewirken diese häufig das Gegenteil.

In dem neuen Sachbuch findet der Leser neben Hintergrund-informationen knapp 200 Rezeptvorschläge. Den Autoren ist es dabei wichtig, dass gesunde Ernährung nicht Verzicht bedeutet, sondern gut schmeckt. Nur ein Körper, der sich wohlfühle, könne auch stärker werden.




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