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„Lütje Lage“ ist ein Darm-Killer
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Diagnose Darmkrebs
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Mit Früherkennung und Vorsorge Leben retten
Diagnose Darmkrebs
Jährlich erkranken in Deutschland rund 57.000 Menschen an Darmkrebs. Circa 30.000 Menschen sterben daran. Das macht diese Krebsform zur zweithäufigsten tödlich verlaufenden Krebserkrankung. Dabei lässt sich Darmkrebs durch Vorsorge besser verhindern als jede andere Krebserkrankung. Wurde Darmkrebs diagnostiziert, kann eine Operation mit gezielten Nachsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen helfen.
"Das Tückische an Darmkrebs ist, dass er oft jahrelang wächst, ohne Symptome zu verursachen. Die Vorstufen eines Tumors vor seiner Entdeckung zehn bis 15 Jahre unbemerkt gewachsen sind", informieren Prof. Dr. med. Hans-Dieter Allescher, Dr. med. Astrid C. Kors, Dr. Verena Drebing und Dr. Christa Maar in ihrem Ratgeber "Hilfe bei Darmkrebs" (TRIAS, Stuttgart. 2004). Allescher ist Chefarzt am Zentrum für Innere Medizin, Gastroenterologie, Hepatologie und Stoffwechsel des Klinikums Garmisch-Partenkirchen. Kors und Drebing sind Ärztinnen und Medizinjournalistinnen. Maar ist Präsidentin der Felix-Burda-Stiftung, die sich insbesondere für die Darmkrebsvorsorge und -früherkennung einsetzt. "Macht der Darmkrebs sich durch organische Beschwerden bemerkbar, hat er sich häufig schon in andere Organe ausgebreitet. Dann ist eine Heilung nicht mehr möglich", erklären die Autoren. Deshalb sind Vorsorgeuntersuchungen wichtig: Sie bieten die Möglichkeit, sowohl die Krebsvorstufen wie auch bereits vorhandene bösartige Tumore im Frühstadium zu entdecken. Die effektivste Methode der Früherkennung ist die Darmspiegelung. Hierbei wird ein flexibles, dünnes Rohr durch die Afteröffnung in den Dickdarm geschoben. Mit Hilfe einer hochauflösenden Kamera kann der Arzt auch geringste Veränderungen auf der Darmschleimhaut erkennen.
Nach der Diagnose Darmkrebs ist wie alle Krebserkrankungen keine einfach zu behandelnde Krankheit. "Da die Ursachen der Erkrankung, die auf mutierten Genen beruht, nicht zu beheben sind, lassen sich lediglich ihre Symptome therapieren", informieren die Autoren. Die effektivste Therapie eines Darmtumors ist die chirurgische Operation. Diese erfolgt meist möglichst rasch nach der Diagnosestellung. Die Klinik sollte dabei einige Kriterien erfüllen, um für die Behandlung von Darmkrebs geeignet zu sein: So sollte die Klinik über ein qualifiziertes Team von Experten unterschiedlicher Disziplinen verfügen. Dazu gehören neben dem Chirurgen, ein Radiologe, ein Onkologe und ein Pathologe. Ein weiteres wichtiges Kriterium ist außerdem die Anzahl der durchgeführten Darmkrebsoperationen, da die Qualität nachweislich mit der Anzahl steigt.
In ihrem Ratgeber informieren die Autoren über die verschiedenen Krankheitsphasen: Vom Verdacht über die Diagnose bis zur OP erklären sie die Therapien und liefern Entscheidungshilfen. Patienten erfahren, wie man das Darmkrebs-Risiko verringert, welche komplementären Maßnahmen bei Darmkrebs helfen und was nach Abschluss der Behandlung geschieht. Der Selbsthilfeteil berät über sinnvolle Reha-Maßnahmen und enthält Adressen zu Netzwerken und Beratungsstellen. Der Ratgeber wird empfohlen von der Felix-Burda-Stiftung und ist zum Darmkrebs-Monat im März 2004 erschienen.
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