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Gelbe Würze gegen Brustkrebs
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Brustkrebs vorbeugen
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Gezielte Ernährung schützt vor Brustkrebs
Alkohol Risikofaktor Nr. 1?
Jede neunte Frau erkrankt in Deutschland an Brustkrebs. 44.000 müssen sich jedes Jahr mit dieser Diagnose auseinandersetzen. "Dabei ließen sich ein Großteil der Brustkrebsfälle vermeiden", schreibt Dr. med. Bernd Kleine-Gunk in seinem Ratgeber "Brustkrebs vorbeugen: So vermindern Sie Ihr Risiko" (TRIAS, Stuttgart. 1999). Ähnlich wie beim Herzinfarkt spiele die persönliche Lebensweise, vor allem die Ernährung, die entscheidende Rolle.
Japanerinnen erkranken fünfmal seltener an Brustkrebs als Amerikanerinnen und Europäerinnen. Studien belegen, dass es an ihren Essgewohnheiten liegen muss. Die japanische Küche gehört zu den gesündesten der Welt. Die niedrigen Brustkrebsraten haben die japanischen Frauen ihrer Leibspeise, der Sojabohne, zu verdanken. Das Besondere an Soja sind die darin enthaltenen Phytoöstrogene.
Dabei handelt es sich um dem Östrogen verwandte Pflanzenstoffe, die im Körper die Wirkung von "Hormonzwittern" entfalten. Das heißt, sie wirken an den Organsystemen, die einen hohen Östrogenbedarf haben, östrogenverstärkend. Am Brustdrüsengewebe, wo zu hohe Östrogenkonzentrationen das Krebswachstum begünstigen, wirken sie als Östrogenblocker. Sie hemmen dabei nicht nur das Wachstum der Tumorzellen, sondern auch das der Blutgefäße, die der Krebs für seine Versorgung bildet. "Jede Frau, die täglich 60 Gramm Soja zu sich nimmt, betreibt Brustkrebsprophylaxe", meint Kleine-Gunk.
Durch gezielte Ernährung den Östrogenspiegel im Brustdrüsen-gewebe zu senken, ist eine der wichtigsten Säulen des Vorbeugeprogramms, das Kleine-Gunk entwickelt hat und in seinem Ratgeber vorstellt. Zur Nutritional Cancer Prevention (NCP) bei Brustkrebs gehört es auch, den Genuss von Alkohol zu reduzieren bzw. ganz auf Alkohol zu verzichten. Denn Alkohol treibt wiederum die Östrogenkonzentration im Körper in die Höhe. "Er stellt somit den größten Risikofaktor bei der Entstehung von Brustkrebs dar", warnt der Gynäkologe Kleine-Gunk. Über den Zusammenhang von Brustkrebs und Alkohol liegen derzeit sieben Studien mit über 300.000 Teilnehmerinnen vor. Das Ergebnis ist eindeutig: Frauen, die täglich mehr als 30 Gramm Alkohol zu sich nehmen, haben ein um 41 Prozent höheres Brustkrebsrisiko als Frauen, die keinen Alkohol trinken.
"Antiöstrogene" wie sie in der Soja-Pflanze zu finden sind, werden inzwischen auch in der pharmakologischen Küche gebraut. Die sogenannten SERMs - Selektive Estrogen Rezeptor Modulatoren - wirken ebenso wie ihre Vorbilder aus der Natur. Zur Substanzklasse der SERMs gehört beispielsweise das Präparat "Raloxifen", das seit 1998 in Deutschland zugelassen ist. Es stellt eine Weiterentwicklung des Tamoxifens dar, verspricht aber geringere Nebenwirkungen. Wie sicher das Präparat wirkt, wird man in einigen Jahren wissen. Erst dann liegen Langzeitstudien über einen Zeitraum von einem Jahrzehnt vor.
Kleine-Gunk warnt bis dahin, Medikamente zur Brustkrebsprophylaxe bedenkenlos einzunehmen. Allen Frauen, die Brustkrebs vermeiden oder sich nach einer Brustkrebserkrankung vor Rückfällen schützen wollen, empfiehlt er das NCP-Programm. Es hilft nicht nur, den Östrogenspiegel im Brustgewebe zu senken, sondern minimiert außerdem die Konzentration der freien Radikale, die im Körper das unkontrollierte Zellwachstum auslösen. "Brustkrebs ist vor allem auch eine ernährungsbedingte Krankheit", erklärt Kleine-Gunk. Unsere Nahrungsmittel sind für die Prävention die besten "Medikamente". Sie haben keine Risiken, lediglich eine Vielzahl positiver Nebenwirkungen.
Bernd Kleine-Gunk Brustkrebs vorbeugen: So vermindern Sie Ihr Risiko TRIAS, Stuttgart. 1999 EUR 17,95 ISBN 3893735232
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Bernd Kleine-Gunk
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Dr. med. Bernd Kleine-Gunk (* 1959) ist Chefarzt der Gynäkologie an der EuromedClinic in Fürth, Deutschlands größter Privatklinik. Neben der operativen Gynäkologie gilt sein besonderes Interesse ernährungsmedizinischen Fragen. An seiner Klinik hat er ein spezielles Zentrum für Diät- und Ernährungsberatung aufgebaut. Darüber hinaus ist er Gründer und Leiter des Arbeitskreises "Gynäkologie und Ernährungsmedizin". Im TRIAS Verlag sind vom ihm erschienen:
* Die Gebärmutter - Gezielte Hilfe bei Erkrankungen * Attraktiv und fit durch die Wechseljahre * Brustkrebs vorbeugen: So vermindern Sie Ihr Risiko * Phyto-Östrogene: Die sanfte Alternative während der Wechseljahre TOP
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Sojabohne
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Die Sojapflanze ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt. Sie stammt aus Ostasien, wo sie schon seit mehreren tausend Jahren angebaut wird. Soja ist eine von fünf heiligen, chinesischen Pflanzen, die der Kaiser alljährlich selbst aussäte. In Ostasien zählt Soja zu den traditionellen Grundnahrungsmitteln. Als typische subtropische Pflanze gedeiht sie nicht in unserem Klima. Selbst in wärmeren europäischen Breitengraden lohnt sich der Anbau kaum.
Hauptanbaugebiete sind die USA, Brasilien, Argentinien und China, wobei China hauptsächlich für den Eigenbedarf produziert. Die USA sind heute der weltweit größte Sojaproduzent. Sie liegen mit 60 Millionen geernteten Tonnen jährlich weit vor China. 14,2 Millionen Tonnen Soja werden jedes Jahr von der EU importiert. TOP
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Phytoöstrogene
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Phytoöstrogene sind dem Östrogen verwandte Pflanzenstoffe, die im Körper die Wirkung von "Hormonzwittern" entfalten. Das heißt, sie wirken an den Organsystemen, die einen hohen Östrogenbedarf haben, östrogenverstärkend. Am Brustdrüsengewebe, wo zu hohe Östrogenkonzentrationen das Krebswachstum begünstigen, wirken sie als Östrogenblocker. Soja ist unbestritten die Nummer Eins unter den Phytöstrogenlieferanten. Sein hoher Gehalt an diesen pflanzlichen Hormonen macht es auch für uns Europäer möglich, eine ausreichende Menge davon zu uns zu nehmen, ohne sich vollständig der asiatischen Ernährungsweise zu verschreiben.
Es gibt aber auch Alternativen und Ergänzungen zu Soja:
* Linsen bieten neben den wertvollen Isoflavonen auch eine beachtliche Menge an Lignanen, eine Kombination, die eine komplette Versorgung mit allen Phytoöstrogenen möglich macht. * Isoflavone finden sich in Flachssamen, der Knolle der Amerikanischen Erdnuss sowie in Spuren auch in Erbsen, Bohnen, Kuhmilch und Bier. * Lignanlieferanten sind Flachssamen, Leinsamen, Haferflocken, Knoblauch und Spargel. TOP
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Soja
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Die Vielfalt an Sojaprodukten ist groß. In jedem dieser Produkte steckt ein beachtliches Gesundheitspotenzial, sowohl im Sinne gesunder Ernährung als auch in medizinischer Hinsicht. Je mehr von der ganzen Sojabohne verzehrt oder verarbeitet wird, desto höher ist der Gehalt an positiven Wirkstoffen.
* Vollsojamehl/Vollsojagrieß eignet sich zum Abbinden von Suppen, Saucen und als Eiersatz beim Backen - ein Esslöffel Sojamehl entspricht einem Ei * Sojaflocken/Sojakleie ist eigentlich ein Abfallprodukt aus der Mehlherstellung und kann geröstet als ballaststoff- und proteinreiche Nahrungsergänzung konsumiert werden. * Ganze Sojabohnen sind in der Regel als gelbe Sojabohne erhältlich und müssen eingeweicht und gekocht werden. Sie sind gut verwendbar für Eintöpfe, Bratlinge, Salate oder Gemüsebeilagen. * "Echte" Sojasprossen sind selten erhältlich. Man sollte sich vor dem Verzehr mit kochendem Wasser übergießen, da sie roh schwer bekömmlich sind. * "Falsche" Sojasprossen sind aus der grünen Mungobohne gezogene Keimlinge. Sie sind mild im Geschmack und haben einen wesentlich niedrigeren Gehalt an Fett und Protein. Sie eignen sich gut für Salate, Suppen und Pfannengerichte, enthalten allerdings kaum Phytoöstrogene.
Sojagetränke, Sojasaucen, Tofu und viele andere Produkte gehören ebenso zu den wertvollen Lebensmitteln, die aus Soja hergestellt werden. TOP
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Nutritional Cancer Prevention (NCP)
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Die beiden Komponenten des NCP-Ernährungsprogramms sind:
1. Krebsentstehung vermeiden durch Absenken der Konzentration freier Radikale. 2. Krebswachstum hemmen durch Senken der Östrogenspiegel im Brustdrüsengewebe. Experten sind der Ansicht, dass sich hierdurch 30 bis 50 Prozent aller Brustkrebserkrankungen vermeiden lassen. Manche sprechen sogar von bis zu 70 Prozent. Neben bestimmten Modifikationen des Lebensstils beruht das Programm ausschließlich auf der Zufuhr von Stoffen, die in unserer Nahrung enthalten sind. TOP
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SERMs
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SERM ist die Abkürzung für "Selektive Estrogen-Rezeptor-Modulationen" und bedeutet, dass diese Substanzen ihre Östrogenwirkungen nur an jenen Organsystemen entfalten, an denen diese auch erwünscht sind, z. B. am Skelett zur Osteoporoseprophylaxe oder an Herz und Gefäßen, um der Arteriosklerose vorzubeugen. Am Brustdrüsengewebe hingegen, wo zu hohe Östrogenkonzentrationen das Krebswachstum fördern können, wirken SERMs als Östrogenblocker. Auf diese Weise können sie das Brustkrebsrisiko erheblich senken. TOP
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freien Radikale
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Freie Radikale sind instabile und aggressive Substanzen, chemische Singles, die alles daran setzen, einen neuen Partner zu finden. Was sie so gefährlich macht, ist die Rücksichtslosigkeit, mit der sie bei dieser Partnersuche vorgehen. Sie nehmen sich den nächstbesten Partner dort, wo sie ihn finden.
Zumeist ist es dazu erforderlich, diesen Partner einer anderen stabilen Verbindung zu entreißen. Als Folge davon werden nicht nur bestehende chemische Strukturen zerstört. Es entstehen auch neue labile Verbindungen, die ihrerseits als freie Radikale wirken können. Freie Radikale spielen eine wesentliche Rolle bei der Arterienverkalkung und der Alterung der Haut. Außerdem greifen sich auch die DNA an. Vor allem das Guanin, ein wichtiger Baustein der DNA wird durch ein Radikal mit dem Namen Hydroxyl geschädigt.
Radikalenfänger Mit Antioxidanzien kann der Körper freie Radikale binden und damit neutralisieren. Dazu gehören bestimmte Vitamine und Spurenelemente, aber auch komplexe Enzymsysteme im Inneren unsere Zellen. Einige der wirkungsvollsten Antioxidanzien wurden erst kürzlich entdeckt. Es handelt sich dabei um so genannte sekundäre Pflanzenstoffe, z.B. Bioflavonoide. Mit diesen Substanzen schützen sich die Pflanzen vor den freien Radikalen. TOP
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