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Düfte | Duftstoffe: Betörend mit möglichen Nebenwirkungen
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Das Parfum
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Einst natürliches Luxusgut, heute Gefahr für die Gesundheit
Während Kinowelt, Medien und Parfümhersteller in den duftenden Bildern aus Tom Tykwers Film "Das Parfüm" schwelgen, warnt die Umwelt- und Gesundheitsorganisation WECF (Women in Europe for a Common Future) vor gesundheitlichen Risiken durch den Gebrauch von Parfüms und anderen Duftstoffen.
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WECF fordert erneut die EU auf, mit der geplanten Chemikalienverordnung REACH (Registrierung, Evaluierung und Autorisierung von Chemikalien) den Gebrauch von gesundheitsschädlichen Substanzen in Alltagsprodukten wie etwa Parfüms zu verbieten und die Industrie zu verpflichten, gesundheitsschädliche Substanzen durch unbedenkliche zu ersetzen.
Die beindruckenden Bilder von Blüten, Früchten, Gräsern oder Wurzeln, die im Film Duftgeber wohlriechender Essenzen sind, lassen leicht vergessen, dass Parfüm heute fast ein reiner Chemikaliencocktail ist. "80 bis 90 Prozent der Inhaltsstoffe werden synthetisch hergestellt, meist aus Erdölderivaten. Bis zu 200 verschiedene Chemikalien landen in einem einzigen Parfüm", erläutert Sonja Haider, Direktorin von WECF Deutschland. "Migräne, Hautallergien, Asthma, Schwindel, Herzbeschwerden, Geburtsschäden, Krebs sowie viele andere Beschwerden und Krankheiten können in Zusammenhang mit Duftstoffen stehen."
Das Umweltbundesamt geht davon aus, dass mehr als eine Millionen Menschen in Deutschland empfindlich auf Duftstoffe reagieren. Selbst wenn man auf Parfüm verzichtet, kommt man dem Reiz für Nase und Haut kaum aus: Duftstoffe finden sich auch in Reinigungs- und Waschmittel, in Kosmetikartikeln, in Sprays und Duftkerzen, in vielen weiteren Produkten des täglichen Bedarfs. Seit 1950 hat sich der Gebrauch von Duftstoffen verzehnfacht und allein in den 80er Jahren verdoppelte sich der Umsatz der Parfümindustrie.
"Die Beurteilung der Schädlichkeit der verwendeten Substanzen liegt in Europa weitgehend bei den Riechstoffherstellern. Die Herstellertests betreffen meist nur Auswirkungen auf die Haut. Selten beurteilen sie die Effekte auf Atemwege, auf das Nervensystem und auf die Fortpflanzung. Dabei ist nachgewiesen, dass Duftstoffe selbst in winzigen Dosen Wirkungen im Zentralen Nervensystem (ZNS) auslösen und krankmachen können", erläutert Sonja Haider. In den USA und Kanada werden aus dem vorliegenden Wissen über gesundheitliche Risiken durch Duftstoffe vermehrt die Konsequenzen gezogen und duftstofffreie Zonen in öffentlichen Gebäuden eingerichtet.
In der Europäischen Union steht die Chemikalienverordnung REACH vor den letzten Entscheidungen. WECF fordert die Europäische Kommission und das Europäische Parlament auf, die einmalige Chance zu nutzen, den Ersatz von gefährlichen Substanzen in Produkten des täglichen Bedarfs vorzuschreiben (Substitution).
Auch wenn die Zeiten von natürlichen Essenzen wie im Film nicht wiederkehren, wären dann Parfums in Zukunft wieder unbedenklich und tragbar.
Quelle: WECF (Women in Europe for a Common Future) http://www.wecf.org
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Anmerkung der Redaktion
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Am besten verzichten Sie ganz auf künstliche Duftstoffe wie Parfüm & Co.!
Untersuchen Sie auch Ihren Haushalt einmal auf versteckte Düfte. Diese "Düfte" stecken in mehr Bedarfsartikeln des täglichen Lebens als Sie vielleicht vermuten. Denken Sie an die Gesundheit Ihres Kindes, an Ihre Eigene sowie an die Ihrer Mitmenschen.
Und bitte auf gar keinen Fall Duftstoffe wie Parfum, Haarspray, Deo usw. beim Arzt- und/oder Krankenbesuch! Verzichten Sie auf Weichspüler (Allergien) und reinigen Sie Ihre Räumlichkeiten besser mit natürlichen Mitteln wie z.B. Essig.
Nutzen Sie zertifizierte und geprüfte Naturkosmetik.
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Weiterführende Links
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Verein zur Hilfe umweltbedingt Erkrankter e.V. (->)
WECF (Women in Europe for a Common Future) (->)
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