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Depressionen im Winter  

Depressionen

Wenn es in der Seele finster ist

Depressionen erfolgreich behandeln

Circa vier Millionen Menschen in Deutschland leiden an Depressionen. Nur ein kleiner Teil erhält jedoch eine optimale Behandlung. Dabei ist eine Depression gut behandelbar. Viele Patienten versäumen es jedoch, die Therapiemöglichkeiten konsequent für sich zu nutzen. Für Betroffene und ihre Angehörigen ist es deshalb wichtig, sich über die Krankheit und die Behandlungsmöglichkeiten zu informieren.

"Eine Depression verändert den Betroffenen. Er hat das Gefühl, als ob sich über Körper und Seele ein bleierner Mantel gelegt hätte. Inzwischen gibt es eine Reihe wirksamer Behandlungsverfahren. Meist kann die Krankheit vollständig zum Abklingen gebracht werden", informiert Prof. Dr. med. Ulrich Hegerl von der psychiatrischen Klinik der Ludwig-Maximilians-Universität München. Gemeinsam mit der Journalistin und Psychologin Svenja Niescken hat er den Ratgeber "Depressionen bewältigen, die Lebensfreude wiederfinden" (TRIAS, Stuttgart. 2004) herausgegeben. Das Buch soll Betroffenen helfen, zum Experten in eigener Sache zu werden und damit auch zu einem kompetenten Gesprächspartner für den Arzt. Hegerl ist zusätzlich zu seiner klinischen Tätigkeit Sprecher und Koordinator des Kompetenznetzes Depression. Das Großprojekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Es informiert Betroffene, Angehörige und Experten wissenschaftlich fundiert über Depressionen. Unter www.kompetenznetz-depression.de gibt es beispielsweise eine Link- und Adressensammlung, einen Selbsttest sowie ein ärztlich moderiertes Diskussionsforum.

Wege aus der Depression

Bei der Behandlung depressiver Erkrankungen geht es darum, die aktuelle depressive Episode rasch zu durchbrechen und Rückfälle zu verhindern. Die wichtigsten Bausteine für beide Behandlungsziele sind die medikamentöse Behandlung und die Psychotherapie. Bei der Akuttherapie leichterer Depressionen muss individuell entschieden werden, ob eine Psychotherapie, eine medikamentöse Behandlung oder eine Kombination aus beiden der beste Weg ist. "Um das Rückfallrisiko zu senken, ist neben Medikamenten ein möglichst optimales Krankheitsmanagement durch die Betroffenen selbst wichtig", informiert Hegerl. Er rät Betroffenen, sich intensiv mit ihrer Krankheit auseinanderzusetzen. Sie sollen sich überlegen, welche Frühzeichen der depressiven Erkrankung bei Ihnen auftreten und wie sie konkret in Krisensituationen gegensteuern können. Ein weitere Frage ist, wie Risikosituationen vermieden werden können.

In ihrem Ratgeber informieren die Autoren über die neuesten Erkenntnisse zum Thema Depression. Sie stellen die beiden zentralen Therapien, Psychotherapie und Medikamente, vor und informieren auch über alternative Ansätze wie beispielsweise Johanniskraut, Lichttherapie und Elektrokrampfbehandlungen. Im ausführlichen Selbsthilfe-Teil finden Leser Anregungen und Tipps.




Depressionen im Winter :: Bei Depressionen im Winter hilft nicht nur Licht




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