|
|
 |
 |
 |
 |
|
AIDS
|
Mehr als die Hälfte der Aids-Kranken sind Frauen
|
|
|
Schon mehr als die Hälfte der Aids-Kranken weltweit sind Frauen
Regierung warnt im Vorfeld des Welt-Aids-Tages davor, Prävention zu vernachlässigen
BERLIN (hak). Die Bundesregierung warnt davor, Aids zu verharmlosen. Wirkungsvolle Therapien seien kein Grund, die Krankheit zu bagatellisieren oder die laufenden Aufklärungskampagnen zu stoppen, sagte Staatssekretärin Marion Caspers-Merk gestern in Berlin.
"Die Aids-Kampagnen zeigen, daß Prävention wirkt", so Caspers-Merk aus Anlaß der Vorstellung der deutschen Kampagne zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember. Die im internationalen Vergleich geringe Zahl von HIV-Infizierten in Deutschland (44 000) sei dem langjährigen Engagement staatlicher und privater Stellen zu verdanken. Für Aids-Prävention würden in Deutschland pro Jahr neun Millionen Euro ausgegeben.
Das Thema des Welt-Aids-Tages "Frauen, Mädchen, HIV und Aids" greifen die Deutsche Aids-Stiftung, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und die Deutsche Aids-Hilfe mit einer gemeinsamen Kampagne unter dem Titel "Wir wissen, was wir wollen: Leben! Lieben! Schutz vor HIV" auf. Prominente Unterstützung erhalten sie dabei von der Schauspielerin Hannelore Elsner, der Moderatorin Bärbel Schäfer und der Pop-Sängerin Sandy.
Die Kampagne soll darauf aufmerksam machen, daß zunehmend auch Frauen von der Immunschwäche betroffen sind. In Deutschland sind vor allem Migrantinnen gefährdet, an Aids zu erkranken. 16 Prozent der HIV-Infizierten in Deutschland kommen aus Ländern, in denen HIV in der Allgemeinbevölkerung sehr verbreitet ist. Davon sind die Hälfte Frauen. Zu den Risikogruppen zählen auch Drogenkonsumentinnen oder Frauen in der Armuts- und Drogenprostitution. Ihnen fehlen oft Kenntnisse oder Möglichkeiten, sich vor einer Ansteckung zu schützen.
Weltweit sind inzwischen mehr als die Hälfte der Aids-Kranken Frauen. In Deutschland dagegen beträgt der Anteil etwa 20 Prozent.
Quelle: Ärzte Zeitung
|
|