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Allergien gegen Duftstoffe: Was steckt in Parfüm & Co?

Mehr als drei Millionen Menschen in Deutschland leiden an einer Duftstoffallergie. Bei Hautkontakt mit bestimmten Inhaltsstoffen (auch pflanzlichen, z.B. Zimt, Geraniol, Eugenol, Eichenmoos, Propolis, Kolophonium) eines Parfüms, Deodorants oder Waschmittels entwickeln die Betroffenen Allergien und Unverträglichkeits-Reaktionen bis hin zum so genannten Kontaktekzem: Die Haut rötet sich und beginnt zu jucken. Bläschen, Blasen oder sogar nässende Hautbereiche können folgen.

Ekzem und Asthma als Reaktion
Bei besonders empfindlichen Menschen dehnt sich dieses Ekzem sogar auf den ganzen Körper aus. Manchmal provoziert allein das Einatmen von parfümierten Substanzen das Auftreten von Rötungen, Juckreiz und tränenden Augen. Schließlich können die Duftstoffe bei Asthmapatienten krampfartige Anfälle in den Bronchien auslösen.

Keine wirkungsvolle Therapie möglich
Die Ursache für die Duftstoffallergie ist eine überschießende Reaktion des Immunsystems. Die fremde chemische Substanz wird von körpereigenen Blutzellen regelrecht bekämpft. Eine wirkungsvolle Therapie oder gar eine Impfung gegen eine Duftstoffallergie gibt es nicht. Allein die Vermeidung des Kontakts mit der auslösenden Substanz verschafft den Betroffenen ein beschwerdefreies Leben.

Neue EU-Richtlinie schreibt Angabe der Parfümstoffe vor
Um den besonderen Gefahren der Duftstoffallergie Sorge zu tragen, hat die Europäische Union schon im März 2003 eine neue Richtlinie verabschiedet. Demnach müssen die in den kosmetischen Produkten enthaltenen Parfümstoffe fortan auf der Verpackung einzeln aufgeführt werden. Kritiker bemängeln, dass sich die Richtlinie nur auf 26 verschiedene Duftstoffe bezieht. Außerdem gäbe es viele Ausnahmen zur Deklarationspflicht und die Umsetzung in vielen europäischen Ländern ließe auf sich warten.


Weitere Informationen:

Europäisches Verbraucherzentrum (EVZ) Kiel
Willestraße 4-6
24103 Kiel
Telefon (0431) 971 93 50
Fax (0431) 971 93 60

Broschüre mit Duftstoffliste kann gegen eine Gebühr von 2,50 € (zzgl. Porto) angefordert werden.

Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.
Bundesgeschäftsstelle
Hindenburgstraße 110
41061 Mönchengladbach
Telefon (02161) 81 494 - 0
Fax (02161) 81 494 - 30
eMail: info(@)daab(.)de

Deutsche Gesellschaft für Dermatologie
www.derma.de

Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie
Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf
Dr. Esther Coors, Hautärztin
Martinistraße 52
20246 Hamburg
Telefon (040) 428 03 36 39
Fax (040) 428 03 64 92
www.uke.uni-hamburg.de

Siehe auch die Broschüre “Allergie. Ungewöhnliche Reaktion auf Stoffe aus der Umwelt. Nützliche Hinweise für die Anwender von Kosmetika” .